
Meine liebe Gemeinde
Seit 1. April 2026 bin ich in der Kirchgemeinde Langenbruck– Waldenburg St. Peter als Pfarrer tätig. Im Augenblick noch – bis zu einer Wahl durch die Kirchgemeinde – sozusagen als mein eigener Stellvertreter. Erste Bekanntschaften habe ich schon gemacht; ich freue mich darauf, diese im Laufe der Zeit zu vertiefen!
Aufgewachsen bin ich in Norddeutschland. Nachdem ich Kirchenmusik und andere verwandte Fächer wie Musiktheorie und Dirigieren studiert hatte, war ich zunächst einige Jahre lang als Kirchenmusiker und Musiklehrer und beim Radio in Basel tätig. Die Theologie, die mich aber auch schon früh in ihren Bann gezogen hatte, hat mich aber auch nie losgelassen. Schliesslich habe ich dann Theologie in der Schweiz, in Deutschland und in England studiert.
In den vergangenen Jahren hatte ich im Wechsel verschiedene interessante Aufgaben im Pfarramt und in der theologischen Forschung, neben denen ich auch meine wissenschaftlich-theologische Promotion und Habilitation abgeschlossen habe. In den zurückliegenden zwei Jahren habe ich eine theologische Professurvertretung in Deutschland wahrgenommen, aber nun freue mich, wieder in meiner «Heimat» in Basel und im Umkreis von Basel zu sein.
Diese Wechselwirkung zwischen der praktischen Arbeit mit Menschen in der Gemeinde und der Weitervermittlung dieser Erfahrung in der Ausbildung junger Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Religionspädagogen und Religionspädagoginnen habe ich bisher als ungemein fruchtbar uns inspirierend wahrgenommen.
Sie sehen: Ich bewege mich gern in Grenzbereichen und auf Schnittstellen. Das betrifft zunächst meinen Beruf: Der Dialog zwischen Kirche und Universität. Orte, an denen man Fragen stellt und nicht alles schon weiss. Und das Ineinander von Kirchenmusik und Theologie, das im Gottesdienst ein Nachdenken ermöglicht, das sich nicht in einfachen Wahrheiten erschöpft.
Aber auch darüber hinaus: Mich interessieren Menschen und Regionen an historischen und politischen Schnittstellen, Bereiche, in denen Menschen Unsicherheit und Verletzlichkeit erleben, wie etwa im Nahen Osten oder in Osteuropa.
Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Kirchgemeinde Langenbruck– Waldenburg St. Peter in den nächsten Jahren entwickeln wird und welche Rolle sie in den großen Aufgaben spielen wird, vor denen unsere Kirche steht. Wenn ich in dieser Hinsicht einen Beitrag leisten kann, würde ich mich freuen.Ihr Mathias Kissel
